Sportbetrieb
- Umkleideräume werden nur nach Klopfen und Aufforderung von Personen betreten,
die mit dem Trainingsbetrieb nicht unmittelbar zu tun haben.
- Notwendige Körperberührung durch ÜbungsleiterInnen für sportartspezifische
Hilfestellungen, Grifftechniken, Vorzeigen einer Technik, unterstützende Führung bei
technischen Bewegungsabläufen usw. nur mit dem Einverständnis der minderjährigen
Sportler/Innen. Eltern werden im Vorfeld über Hilfemaßnahmen bei der Sportart
informiert, soweit sie diese nicht bereits kennen.
- Erwachsene wohnen nur dem Duschen bei, wenn dies mit den Eltern besprochen und
zwingend notwendig ist.
- keine Besprechungen unter der Dusche oder während des Umziehens
- Bei Einzeltraining wird möglichst immer das „Sechs-Augen-Prinzip“ und/oder das
„Prinzip der offenen Tür“ eingehalten
Gespräche, Treffen, Beziehungsarbeit
- ÜbungsleiterInnen nehmen SportlerInnen nicht in ihren Privatbereich mit.
- ÜbungsleiterInnen machen einzelnen Kindern- oder Jugendlichen keine Geschenke.
- Bei vertraulichen Gesprächen gilt das Prinzip der offenen Tür bzw. der Sichtkontakt zu
einer weiteren erwachsenen Person.
- Klarheit im körperlichen Umgang miteinander. Körperkontakte nur in der
„Öffentlichkeit“ der Gruppe
- Körperliche Kontakte zur SportlerInnen (in den Arm nehmen, um zu trösten oder Mut
zu machen) müssen von diesen erwünscht und gewollt sein und dürfen das
pädagogisch sinnvolle Maß nicht überschreiten.
- Keine Geheimnisse: ÜbungsleiterInnen teilen mit SportlerInnen keine Geheimnisse.
Alle Absprachen, die ein Übungsleiter, oder eine Übungsleiterin mit Sportlern trifft,
können öffentlich gemacht werden. Eine Ausnahme liegt z.B. dann vor, wenn ein
Sportler sich mit einem Problem dem Übungsleiter anvertraut.
- ÜbungsleiterInnen äußern keine sexistischen Bemerkungen und abwertenden
Kommentare
- Sexualisierte Kommentare und sexualisiertes Verhalten in der Sportgruppe, auch über
die Sozialen Medien, werden umgehend in der Sportgruppe thematisiert.
ÜbungsleiterInnen informieren nach Bedarf den Vereinsvorstand.
Digitale und soziale Medien
- Es ist verboten, eine Person ohne deren Einwilligung an intimen Orten (z.B. Umkleide,
Dusche, Schlafraum) zu fotografieren oder zu filmen. Auch mit Einwilligung sind Fotos
an intimen Orten zu vermeiden.
- Es ist verboten, Abbildungen (Fotos, Videos) einer Person ohne deren Einwilligung zu
veröffentlichen, u.a. auch in Messenger-Diensten (wie What´s App oder Snapchat)
- Aufnahmen von (einzelnen) Sportlern dürfen nur mit deren Einwilligung und zu
offiziellen Vereinszwecken (z.B. Mannschaftsfoto, Wettkämpfe, Trainingsanalyse)
gemacht werden. Nach Nutzung oder Weiterleitung an die Sportler sind die
Aufnahmen vom privaten Gerät zu löschen. Für private Aufnahmen der Sportler wird
ausschließlich das Gerät der Sportler verwendet. Anzüglich oder missverständliche
Posen der Sportler sind zu vermeiden.
- Kontaktdaten der Sportler werden nur für die Organisation des Sportbetriebs, jedoch
nicht für private Zwecke, genutzt. Nach Beendigung der Übungsleitertätigkeit bzw.
Verlassen der Sportler der Sportgruppe, müssen die Kontaktdaten der anvertrauten
Person gelöscht werden.
- Der Vereinsvorstand wählt eine angemessene Kommunikationsplattform, die für alle
vereinsinternen Informationen verbindlich ist. Bei Kindern- und Jugendlichen unter 16
Jahre läuft die Kommunikation auf der vom Verein gewählten Plattform über die
Eltern
- Sollte Kontakt zwischen Übungsleiter- und Sportler über die sozialen Medien
stattfinden, muss dieser transparent gehandhabt werden. I.d.R. sollte er einsehbar
über einen Gruppenchat laufen. Gehen Eins-zu Eins-Kontakte über die Organisation
des Trainings hinaus, dann hat die Übungsleiterin / der Übungsleiter eine weitere
vereinsverantwortliche Person zu informieren.
- Übungsleiter stellen keinen Kontakt- bzw. Freundschaftsanfragen in den sozialen
Medien an ihre Teilnehmer. Sie entscheiden reflektiert und transparent in Absprache
mit den Vereinsverantwortlichen, unter welchen Voraussetzungen sie
Kontaktanfragen ihrer Teilnehmer annehmen möchten.
- Übungsleiter gestalten ihre (öffentlichen) Auftritte in den sozialen Medien so, dass
ihre anvertrauten Sportler nicht mit jugendgefährdenden Inhalten konfrontiert
werden.
Unser Ansprechpartner